In St. Peters Gruselnacht

Bin gerade heimgekommen.

Bacchus hat mich in den Arm genommen.

Er führte mich frohgemut durch die Nacht,

die von Laternenpracht

erhellt nur scwach.

„Ach,“

fragte ich Bacchus, „wo ist hier der Dimmer?“

und er: „Gnädigste, ich find‘ ihn nimmer.“

In St. Peters Gruselnacht,

wehe dem, der zu laut lacht.

Dann kommt die Stiefmutter von Schneewittchen,

packt ihn am Schlafittchen.

Edgar Ellen begleitet ihn auf’s Klo

und wischt ihm ab den Po.

Oh, du ungeliebter Scheibenkleister!

Hier gruseln sich sogar die Geister,

die hier alle schwarz gewandet,

in ihnen alles Licht versandet.

Hier ist es kalt, wie in einer Gruft.

Die Kälte zupft

mir eine Gänsehaut .

Der Wind pfeift laut.

Der Wein im Glas schockgefroren.

Ich verstopfe mir die Ohren

und wünsche euch mit ruhigem Blut:

„Gute Nacht. Ich hoffe, ihr habt bis morgen früh gut geruht.“

Was sagte ich…

Im Bus verfolge ich immer gut gelaunt,

wie man den Fahrkartenautomat bestaunt.

Von 10 Fahrgästen schaffte es nur Eine.

Ihre Kinder jedoch hatten keine

und fuhren schwarz, also ohne.

Für manchen lohne

sich also dies-

der Bus ein neues Schwarzfahrparadies?

Gestern schaffte es ein Paar bis zu Bezahlen,

doch dann begannen die Nervenqualen.

„Überprüfe Bezahlvorgang….“

Dies dauerte so lang

bis zum Rathaus.

Dort stiegen die Fahrgäste aus,

leider ohne.

Was sagte ich? Für manchen lohne…

Für mich

lohnt sich der Automat nicht.

Bis zum Display hinauf, kann ich nicht schauen.

Auch fehlt mir in die Technik das Vertrauen.

Ich schau‘ den anderen zu und bin richtig froh,

denn ich habe ein Fahrkarten-Abo.

Gut gelaunt gegen Mitternacht

Am französischen Stand der Nachbarstadt

fand das diesjährige Wetttrinken der Schutzengel statt.

Am Kopf als Hut eine Austernschale.

Zu Fliegen versuchte er einige Male.

Kicherd stieg er dann in den Bus,

weil er zu mir nach Hause muss.

Wollte bezahlen mit einem Rosenquarz

und fuhr dann doch lieber schwarz .

In der Hand seinen Heiligenschein,

so kam mein Schutzengelchen total betrunken heim.

Champagnerbläschen

entsteigen seinen kleinem Näschen.

Gut gelaunt pinkelt er in meinen Prosecco,

bevor er die Gesichtsfarbe wechselt wie ein Gecko.

Ob er gewann, konnte er mir noch nicht sagen,

ich habe ihn in der Nacht mehrmals auf’s Klo getragen.

Zwischen Buden und Fischsemmeln

Ja so ein Bummel

über’n Kärwarummel,

öffnet alle Geschmacksknospen

bevor sie einrosten.

Hier geht es vor allem um’s Essen.

Kalorien für heute vergessen

und auch morgen nicht zählen,

so kann das schlechte Gewissen einen nicht quälen.

Die Waage am besten einschließen in einen Schrank,

den Schlüssel wegwerfen: „Gott sei Dank!“

nun einfach essen was einem schmeckt,

auch wenn ein paar Kalorien mehr darin versteckt.

Ich konnte gar nicht genug staunen,

an vielen Ständen ein Schmatzen und Raunen,

Flügel flattern und Lächeln verbreiten.

Ich sah Schutzengel aus den Kirchen eilen,

lachend neben Kindern sitzen

und mit ihnen im Karussell herumflitzen.

Mein Schutzengel ist eher behäbig,

Karussellfahren nur ganz mäßig.

Für Oldtimer ist er zu haben,

stundenlang fuhr er mit in einem Wagen.

Champagner beseelt schläft er nun schon hinter mir,

ich lächle und schließe leise die Tür.

In dunklen Gassen

Vor den Häusern ein Bauzaun lacht,

stolper nicht ins Loch, gib acht.

Am Gehweg Vielfalt,

da ein Spalt,

dort eine Falte mit einem Loch.

Stolpere nicht, du siehst es doch.

Steck‘ ein deine Taschenlampe

und über die hintere Rampe

hochgestiegen,

solche Schleichwege sollte man lieben.

Ja, ich schleich‘ gern durch die Gassen,

wenn ich nachts tanze auf Terrassen

oder mich auf der Bierbank krümme vor Lachen.

Gelegentlich auch mal mitmachen

und eigene Witze kreieren.

Die Hauptsache das Leben spüren.

Gute Nacht, im Mondenschein

wandere ich gerne heim.

Da liebe ich die Stille der Stadt,

die mir so viel zu bieten hat.