Lieber Gott, ich muss mich heute morgen sortieren.
Mein Gehirn krabbelt buchstäblich auf allen Vieren.
Als hätten sie größenwahn,
fahren meine Gedanken achterbahn.
Rasen durch meine Gehirnwindungen
ohne auf meine Empfindungen
Rücksicht zu nehmen
und dies ohne sich zu schämen.
Zuerst sollte ich etwas essen,
Kaffee nicht vergessen,
ein in paar Wörter schreiben,
mir ein Schinkenbrot einverleiben,
mich waschen und zähneputzen,
die Toilette benutzen,
etwas turnen für die Beweglichkeit,
dann schlüpfen in das Hauskleid.
Nun bunte Wäsche waschen und aufhängen,
dazwischen zum telefonieren ans Telefon rennen,
mir ein feines und gutes Essen kochen
und dann, ja dann laß ich ins Theaterlabor locken.
Ich fahre mit Bus und U-Bahn,
das letzte Stück zu Fuß dann,
dazwischen immer eine Pause
und in der Nacht mit dem Taxi nach Hause.
Und komme ich gut gelaunt nach haus,
breite ich im Bett meine Gedanken aus.
Der Tag ist vorüber und dies ganz flott.
Danke für all das Schöne, gute Nacht lieber Gott.