Sonnenstrahlen

Leise, ganz leise kam herbei

ein sonniger Mai.

Nach diesem Einerlei, auch Winter genannt,

bin ich gespannt,

wie lange die Wärme andauernd

bis es wieder schauert,

denn ein Wolkenband steht schon bereit.

Ob es dann regnet oder schneit

wissen wir in ein paar Tagen,

mehr kann der Wetterfrosch dazu noch nicht sagen.

Ja, es rinnt schon etwas Schweiß.

Manche jammern schon: „Zu heiß, zu heiß.“

Und wenn es regnet: „Zu nass, zu nass.“

Petrus hat seinen Riesenspaß,

wenn er am Wetterrädchen dreht

bis es am Anschlag steht.

Die Sonne scheint, das Vöglein fliegt,

freut Euch und singt ein Lied…

Zur Erholung?

Am Marktfest haben sie an nichts gespart.

Die Party dort ist sehr gefragt.

Nur mein Freund, in seinen Gemüsestand

sagte, die Lautstärke nehme überhand.

Man verstehe die Kundschaft kaum,

das Marktfest entwickle sich zum Albtraum.

Die Zeitung einst schrieb: „Die Parkanlage würde leiden.“

Bei einer solchen Dauerbelastung ist dies kaum zu vermeiden.

Einst gab es am mittleren Eingang noch ein Blumenbeet,

doch seit einer Nacht-und Nebelaktion der Wind nun über Pflastersteine weht.

Jaja, chices Pflaster –

in Fürth ein großes Laster.

Kleine Wunschliste

Zum Muttertag alle meine besten Wünsche :

Jeden Tag frische Strümpfe,

täglich etwas Gutes zum Essen,

erfrischende Getränke nicht vergessen,

und immer einen lustigen Witz,

gerne auch vom kleinen Fritz.

Freunde, die Euch stützen

und liebende Menschen, die Euch beschützen.

Wann…?

Wann habe ich ein letztes Mal in den Tag hinein geträumt?

Den Traumpfad zu betreten, wo und wann habe ich ihn versäumt?

Ich weiß es nicht mehr,

ein Sturm tobt um mich umher.

Der Tod kam als Freund,

trug von dannen mein Schwesterherz.

Zurück bleibt Leere und Schmerz.

Kurz und knapp

die Worte, statt

Feingefühl?

Nicht sehr viel.

Warum?

Dreh dich nicht um.

Fällt mir dazu etwas ein?

Soll es geistreich sein?

Kreatives Nichts

um mich.

Geistige Leere,

ohne Gedankenschwere,

völlig nüchtern.

Die Worte schüchtern

und ohne Absicht,

eine Abschrift

meiner Gedanken,

die wanken

durch ihr Jammertal,

um mit einem Mal

in’s Sonnenlicht zu gleiten

und beherzt dies niederschreiben.

Über „Nichts“ schreiben

Nichts lieber als das.

Nichts bereitet mir größeren Spaß.

Das „Nichts“ kann doch alles sein.

Große und kleine Texte fein.

Mit Nichts gewürzt, nur hier und da ein Punkt –

sparsam gesetzt, nicht gleich ein Pfund.

Gelegentlich ein Komma da und dort,

schon sind sie wieder fort.

Nichts lässt mich in Stich –

auch nicht der Bindestrich.

Es ist eigentlich nichts geworden.

das „Nichts“ wirft heute nicht mit Torten.

Nichts in den Tassen, nicht einmal Kaffee.

Nichts fällt aus den Wolken, weder Regen noch Schnee.

Mein Reißwolf wird mit „Nichts“ gefüttert,

auch wenn er freundlich darum bittet.

Im Haus nun still, nichts kann ich hören.

Nichts kann mich stören.

Mit „Nichts“ beende ich jetzt die Buchstabenschlacht,

Guten Morgen, einen schönen Tag oder gute Nacht.