Zur Erholung?

Am Marktfest haben sie an nichts gespart.

Die Party dort ist sehr gefragt.

Nur mein Freund, in seinen Gemüsestand

sagte, die Lautstärke nehme überhand.

Man verstehe die Kundschaft kaum,

das Marktfest entwickle sich zum Albtraum.

Die Zeitung einst schrieb: „Die Parkanlage würde leiden.“

Bei einer solchen Dauerbelastung ist dies kaum zu vermeiden.

Einst gab es am mittleren Eingang noch ein Blumenbeet,

doch seit einer Nacht-und Nebelaktion der Wind nun über Pflastersteine weht.

Jaja, chices Pflaster –

in Fürth ein großes Laster.

Kleine Wunschliste

Zum Muttertag alle meine besten Wünsche :

Jeden Tag frische Strümpfe,

täglich etwas Gutes zum Essen,

erfrischende Getränke nicht vergessen,

und immer einen lustigen Witz,

gerne auch vom kleinen Fritz.

Freunde, die Euch stützen

und liebende Menschen, die Euch beschützen.

Wann…?

Wann habe ich ein letztes Mal in den Tag hinein geträumt?

Den Traumpfad zu betreten, wo und wann habe ich ihn versäumt?

Ich weiß es nicht mehr,

ein Sturm tobt um mich umher.

Der Tod kam als Freund,

trug von dannen mein Schwesterherz.

Zurück bleibt Leere und Schmerz.

Kurz und knapp

die Worte, statt

Feingefühl?

Nicht sehr viel.

Warum?

Dreh dich nicht um.

Fällt mir dazu etwas ein?

Soll es geistreich sein?

Kreatives Nichts

um mich.

Geistige Leere,

ohne Gedankenschwere,

völlig nüchtern.

Die Worte schüchtern

und ohne Absicht,

eine Abschrift

meiner Gedanken,

die wanken

durch ihr Jammertal,

um mit einem Mal

in’s Sonnenlicht zu gleiten

und beherzt dies niederschreiben.

Über „Nichts“ schreiben

Nichts lieber als das.

Nichts bereitet mir größeren Spaß.

Das „Nichts“ kann doch alles sein.

Große und kleine Texte fein.

Mit Nichts gewürzt, nur hier und da ein Punkt –

sparsam gesetzt, nicht gleich ein Pfund.

Gelegentlich ein Komma da und dort,

schon sind sie wieder fort.

Nichts lässt mich in Stich –

auch nicht der Bindestrich.

Es ist eigentlich nichts geworden.

das „Nichts“ wirft heute nicht mit Torten.

Nichts in den Tassen, nicht einmal Kaffee.

Nichts fällt aus den Wolken, weder Regen noch Schnee.

Mein Reißwolf wird mit „Nichts“ gefüttert,

auch wenn er freundlich darum bittet.

Im Haus nun still, nichts kann ich hören.

Nichts kann mich stören.

Mit „Nichts“ beende ich jetzt die Buchstabenschlacht,

Guten Morgen, einen schönen Tag oder gute Nacht.

Nicht immer fehlerfrei

„Weiß und Rosa,

Magnolien erblühen wie Prosa

auf einem leeren Blatt –

der Frühling findet statt.“

Vor 13 Jahren habe ich dies geschrieben.

Das Gedicht ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben.

Oft erzählt und bis heute fehlerfrei zitiert,

was bei anderen Gedichten nicht immer passiert.

Auch ich bin nur ein Mensch und fehlerhaft,

so mancher Fehler hat mich geschafft.

In meinen Texten die Fehler tanzen,

wie am Friedhof die Feuerwanzen.

Und seit die KI die Zeitung liest Korrektur,

wundere ich mich nur,

weil „Schusterjungen und Hurenkinder“ sich ausbreiten in ihr wie die Pest…

Meinen ehemaligen Chef gäb‘ dies den Rest

und vielleicht dreht er sich täglich um im Grabe

und zupft vergeblich an einer Grasnabe.

So ziehen die Wolken dahin,

ab und zu ist etwas nasse Überraschung darin.

Der April mit seinen warmen Socken,

mag nicht mehr hinterm Ofen hocken,

sondern im Park ein Liedchen singen,

soll ganz viel Freude bringen.

Die Magnolie wippt im Takt dazu.

Gute Nachtruh.