Ich betrachte kleine
Pflastersteine.
In ihren Ritzen
sammeln sich: Wasserpfützen,
Staub,
Reste von Laub,
Vogel- und Hundescheiße,
die Feder einer Meise,
Papierfetzen
und seit dem letzten
Sturm
ein toter Regenwurm.
Ich betrachte kleine
Pflastersteine.
In ihren Ritzen
sammeln sich: Wasserpfützen,
Staub,
Reste von Laub,
Vogel- und Hundescheiße,
die Feder einer Meise,
Papierfetzen
und seit dem letzten
Sturm
ein toter Regenwurm.
Ich wurde vor kurzem mit „Beliebt sein“ erschlagen.
Wie still war es vor einigen Jahren,
als ich noch in mein Mauseloch kroch.
Dort konnte ich vor mich hin siechen
und brauchte nur ab und zu vorsichtig heraus kriechen.
Dies Jahr überrollte mich ganz schnelle
eine riesige Geburtstagsgratulantenwelle.
Oho, was für ein Wortungetüm,
lieber es schnell beiseite schieb’n.
Aufstehen, abwischen, Krone richten,
Brille putzen, Reime dichten.
Als der Blumenbote schellt,
vergaß ich sein Trinkgeld.
Ich konnte das Blumenglück gar nicht erfassen.
Er dachte sich wohl: „Der Alten fehlen im Schrank alle Tassen“.
Ich denke, er hat Recht,
mein Gehirn arbeitet ohne Tassen ganz schlecht.
Nach Tagen kehrt endlich Ruhe ein.
Wünsche mir nun ein Schäufelein,
damit schaufle ich mir ein Loch
und entfliehe, wenn’s eng wird, doch noch.
Während man dort Fußball spielt,
tut sich in politischen Kreisen bei uns ganz viel.
Denn wenn die einen von Toren träumen,
basteln die anderen für uns Reformen.
Peitschen diese mit ganz viel Geschick,
mit der täglichen Politik,
blitzschnell durch den Bundestag,
und loben sich als Frau und Mann der Tat.
Ja, wenn nur wenige schauen hin,
ist in Reformen viel Unheil drin.
Noch hat der Bürger zu viel Biß,
bald spart man an seinem Gebiß.
Fangfrisch oder frisch gefangen ,
vielleicht auch im Netz gehangen,
in Tomaten, Paprika oder in Senf
wird er dann gedämpft.
Und mit einem blechernen Ritsch…
öffnet sich die Dose Fisch.
Da liegt er nun in der Soße,
der arme Fisch in der Dose.
Reihum im Kreise,
laut oder leise,
mit Tiefgang,
im Kriechgang
und spät in der Nacht,
in der die FIFA lacht,
weil doch heuer
Heim flog der Manuel Neuer
und die Mannschaft ,
mit neuer Kraft,
einen Trainer sucht.
Ist Klopp schon gebucht?
Und ein Torwart mit?
Denken wir fleißig, das hält uns fit.
Ja so ein Fußballspiel,
setzt ganz viel‘
Emotionen frei.
Dies ist vielen nicht einerlei.
„Wir wissen wo dein Auto steht!“
Hört mancher Schiri von früh bis spät.
Die Bengalos frisch gezündet,
vom Rauch der Schiri fast erblindet,
doch der Fan hat alles gesehen…
Manch‘ „Fair Play“ auf Wiedersehen.
Da kommt so manches Tor,
einem doch spanisch vor.
Und der große Gelbe
im Weißen-Haus-Gewölbe,
sitzt in der Baustelle im Bagger
und sammelt wacker
Dollarmünzen,
um wie Dagobert zu grinsen.
Doch auch dieser zeigt die rote Karte
und schreit: „Halt Donald, ich warte!“
Hab‘ mein Pulver nun verschossen.
Hoffentlich hab‘ ich was getroffen.
Sammle der Tore viel,
für mich heute kein Nachspiel.
Vor lauter Müßiggang
ging ich heut‘ der Nase lang
und bin nun müde, reichlich.
Nachbarn unten kegeln fleißig
und die Musik spielt dazu:
„Gute Nachtruh‘!“
Auch die Engel spielen Ball,
schießen Sterne ins Weltall .
Gott sagt dann: „Es werde Licht,
sonst sehe ich die Tore nicht.“