Ein kleiner Gast

Es dachte sich die Wespe:

„Für mich das Beste,

wäre Eistee:

kühl wie Schnee,

mit dem Geschmack von Pfirsich.“

All‘ das hatte sie sich

in den Kopf gesetzt.

Nun flog sie gestresst

hin und her, zwischen Glas und Flaschen.

Ich lud sie ein zum Nippen und Naschen.

Auch die Spaghetti mit Tomatensoße fand sie interessant.

Ich verscheuchte sie nicht mit der Hand,

sondern beobachtete sie eine Weile.

Wir beide hatten keine Eile.

Zu viele…

Ich wurde vor kurzem mit „Beliebt sein“ erschlagen.

Wie still war es vor einigen Jahren,

als ich noch in mein Mauseloch kroch.

Dort konnte ich vor mich hin siechen

und brauchte nur ab und zu vorsichtig heraus kriechen.

Dies Jahr überrollte mich ganz schnelle

eine riesige Geburtstagsgratulantenwelle.

Oho, was für ein Wortungetüm,

lieber es schnell beiseite schieb’n.

Aufstehen, abwischen, Krone richten,

Brille putzen, Reime dichten.

Als der Blumenbote schellt,

vergaß ich sein Trinkgeld.

Ich konnte das Blumenglück gar nicht erfassen.

Er dachte sich wohl: „Der Alten fehlen im Schrank alle Tassen“.

Ich denke, er hat Recht,

mein Gehirn arbeitet ohne Tassen ganz schlecht.

Nach Tagen kehrt endlich Ruhe ein.

Wünsche mir nun ein Schäufelein,

damit schaufle ich mir ein Loch

und entfliehe, wenn’s eng wird, doch noch.

Im Schatten der WM

Während man dort Fußball spielt,

tut sich in politischen Kreisen bei uns ganz viel.

Denn wenn die einen von Toren träumen,

basteln die anderen für uns Reformen.

Peitschen diese mit ganz viel Geschick,

mit der täglichen Politik,

blitzschnell durch den Bundestag,

und loben sich als Frau und Mann der Tat.

Ja, wenn nur wenige schauen hin,

ist in Reformen viel Unheil drin.

Noch hat der Bürger zu viel Biß,

bald spart man an seinem Gebiß.

Frisch auf den Tisch

Fangfrisch oder frisch gefangen ,

vielleicht auch im Netz gehangen,

in Tomaten, Paprika oder in Senf

wird er dann gedämpft.

Und mit einem blechernen Ritsch…

öffnet sich die Dose Fisch.

Da liegt er nun in der Soße,

der arme Fisch in der Dose.