Meine Freiheit

Ist einfach nur Schreiben, ohne Ziel.

Das Ergebnis ist oft mehr, als ich will.

Zwanglos, ist nicht gleich wahllos.

Aber auch nicht geziehlt

mit Worten gespielt.

Es ist Freude am Schreiben.

Mit einem Lächeln die Worte begleiten.

Mit Musik den Bleistift schwingen.

Nicht mit den Worten ringen,

sondern sie fließen lassen,

einfach um mich selbst zu bespaßen.

Ich niese in mein Taschentuch.

Habe ich schon vom Schreiben genug?

Nein, solange ich klar denken

kann, wenden

meine Gedanken zu dem weißen Blatt,

Schreiben habe ich niemals satt.

So fülle ich Zeile um Zeile.

Verbringe gerne eine Weile

am Schreibtisch, mit gefüllter Teetasse

und lasse

den Abend ausklingen.

Leise Töne aus dem CD-Player.

Mal langsam, mal schneller

eine Trommel erklingt.

Ich kann immer hier sitzen.

Im Winter frieren, im Sommer schwitzen.

Mein Zimmer, meinPlatz,

draußen bleiben Unruhe und Hast.

Hier ist mein Ruhepol.

Hier fühle ich mich wohl.

Start in den Frühling

Leise sind über Nacht

Schneeglöckchen aufgewacht .

Mag der Winter sich noch festkrallen,

die Sektkorken knallen

beim Start in den Frühling

und wir tanzen mittendrin.

Lausche hinaus in die Natur,

finde darin Freude nur.

Höre das Gras wachsen und Flöhe husten.

Fühle, wenn Engel Kerzen auspusten.

Spüre, wenn Schmetterlinge Panik verbreiten,

kann ihnen dann zu Hilfe eilen.

Lausche der Melodie der Regentropfen

und Schneeflocken, die zart an mein Fenster klopfen.

Von der Stille und ihren lautlosen Tönen,

lasse ich mich zu jeder Zeit gerne verwöhnen.

Limousinenservice erwünscht?

Wenn man streikt, so streikt man g’scheit,

am besten streikt man bundesweit.

So wird die Infrastruktur durchgerüttelt.

Der Kanzler jedoch tief erschüttert

und half am Montag dann mit aus.

Politiker fuhren mit den Limousinen hinaus

und brachten ihre Untertanen

zur Arbeit, anstatt Bus und Bahnen.

Auch in Bayern und in Franken

sollten wir den Ministern danken.

Denn auch sie fuhren hinaus,

mit den Limousinen zu hauf

und brachten die Arbeitnehmer

kostenlos zum Arbeitgeber .

Bestimmt werden bei Gelegenheit weitere Politiker folgen,

nicht nur an diesem Montag Morgen.

So schlägt man ein Schnippchen bei Streik, den Bussen und Bahn‘.

Vielleicht sollten Politiker immer den Nahverkehr fahr’n,

denn sie

streiken ja nie…

Der Winter hat uns fest im Griff

Die Heizung rauscht ohne Ende.

Ich warte auf die Frühjahrswende.

So eine Kälte nicht von Nöten.

Sie kostet nur viel zu viele Kröten.

Nun ist es Nacht,

der Mond erwacht.

Die Eiszapfen

dürfen nun wachsen.

Eisblumen sprießen,

auch ohne gießen.

Der Flamingo an der Autobahn

will per Anhalter in den Süden fahr’n.

Die Störche, die hiergeblieben,

werden im Herbst wieder in den Süden fliegen.

Weil in Deutschland unverhofft,

im Winter wieder länger Frost.

Mein Engelchen kocht, mit frostiger Miene,

sich eine 5-Minuten-Terrine.

Ich trinke Tee und komm‘ zum Schluss.

Engelchen sendet einen Kuss.

Gute Nacht, halb erfroren

zieh‘ ich die Decke mir über die Ohren

und träume von milder Frühlingsluft,

mit ganz viel Fliederduft…

Gedankenspiele

Manchmal frage ich mich,

ob dies nun alles ist,

und ob ich das Alles auseinander zerren könnte,

wenn ich es drehen würde oder es wende.

Gedacht,

getan,

ich steh‘ nicht herum.

Vorsichtig schlichte ich ganz langsam alles um.

Bin neugierig, was dabei entsteht

und wie und ob es weitergeht.

Öffne Fenster, kratze an Türen,

greife nach Leben und will noch etwas probieren.