Ein zarter Hauch

Sitzen sie schon

draußen am Balkon?

Genießen sie etwas Kühle

in der Eisdiele

oder warten

sie auf ihr Getränk im Biergarten?

Spüren sie es auch,

es weht ein zarter Hauch

von kühler Luft.

Zupft

an unseren Ohren,

ganz ungerfroren.

Sanft umarmt uns eine kühle Brise.

Woher kommt sie, ist diese

Petrus ausgerissen?

Schüttelt Frau Holle ihre Sommerkissen

oder pfeift der Wind sich ein Liedchen

und kühlt sein Mütchen?

Stellen sie es sich vor,

ihr Ohr

wird es hören

das Pfeifen des Windes, ganz leise, um nicht zu stören.

Zu lange warteten wir auf diesen Sommer.

Ich dachte schon, es blieb ein frommer

Wunsch meinerseits.

Sanfter Wind trocknet uns den Schweiß.

Man reicht uns Punsch, gekühlt mit Eis

oder Eisbecher voll üppiger Früchte.

Iat dies nicht eine kühlende Geschichte?

Dazu vielleicht ein „Hopfentee“,

seine Schaumkrone wie Schnee

am Kilimandscharo.

Ich saß oft frierend an Sonnabendfeuer ,

so dass ich heuer

mich über Sonne freue.

Auch wenn dieser Sommer neue

Erfahrungen mit sich bringt…

Ich freue mich über Sonnentage wie ein Kind.

Meine Seele reist langsam…

Meine Seele reist langsam, nicht nicht mehr mit dieser Zeit,

in der heutzutage nur noch Hektik bleibt.

Schnell hierhin,

schnell dorthin,

schnell kauf‘ ein, nimm das noch mit.

Schnell lerne dies heute, dann bist du fit,

für die nächsten Stunden im Internet,

diesen unsichtbaren „Raum“,

Überlebenschancen habe ich dort kaum.

Das kann für mich niemals eine Begegnungsstätte sein,

ich sitze doch vor einem Bildschirm ganz allein.

Ich geh nach draußen, geh gern zu Fuß.

Schreibe Freunden einen Abschiedsgruß.

Grüße die Leute auf den Straßen.

Singe und tanze durch die Gassen.

Kaufe im Laden um die Ecke.

Ja ich bin langsam, wie eine Schnecke.

So spür‘ ich das Leben,

es hat mir viel zu geben.


Mit Muscheln kuscheln

Der Wind weht, die Buchstaben fliegen.

Das Einfangen darf ich noch etwas üben.

Es zieht auf ein Sturmtief,

vor Neugierde steht der Leuchtturm schief.

Kommt mit zum Strand.

Hier fliegt der Sand.

„Korrekt

sitzt das Korsett,“

sagt die Krabbe und tippelt hin

zum Trampolin.

Die Möwen segeln.

Fischlein kegeln.

Die Wattgeister singen.

Wo Muscheln

kuscheln

und der Plattfisch lacht…

ich wünsche Ihnen allen eine gute Nacht.

Mein Gehirn nun leer,

dafür liegt hier ein Zettel mehr.

Von der Sonne verschönt

Leise verschwand die Sonne am Horizont,

wo seit Tagen keine Wolke wohnt.

Das kann sich ändern, vielleicht schon morgen.

Schon rüttelt an den Sorgen

der Wetterbericht,

der von Unwettern spricht.

Ach, das waren noch Zeiten,

als man in unseren Breiten,

mit „Tiroler Nußöl“ eingecremt

und sich „oben ohne“ unverschämt,

im Freibad auf die Wiese legte

und seine Sonnenbräune pflegte.

Egal was ich tat, mein Braun war fleckig

und ich sah ziemlich scheckig

aus –

mit einem Wort, ein Augenschmaus!