Ein Unglück kommt selten allein,
auch das Unglück möchte nicht einsam sein.
Es sitzt bei mir auf dem Sofa bequem,
auch wenn mir dies nicht angenehm.
Ist so ein Fall einmal eingetreten,
einfach weiterleben,
als wäre nichts geschehen
und freundlich an ihm vorbei gehen.
Ich versuche, das Beste daraus zu machen.
Am besten laut darüber lachen,
denn, wenn lustig die Situation empfunden,
ist das Unglück fast schon verschwunden
oder wenigstens nicht mehr so eingetrübt.
Also vor den Spiegel gestellt und Lachen geübt.
Natürlich sagt ihr: „Du bist gut.“
Aber besser als gut, ist „ruhig Blut“.
Wenn ich mich aufrege, geht es nicht weg.
Es bleibt kleben, wie in der Hose ein Fettfleck.
So mache ich mir das Glück selbst.
Habe mir im Internet kistenweise Lachen bestellt
und packe aus, wenn die Post es gebracht,
bis dahin wird nur versteckt gelacht.
Man sagt: „Der Franke geht zum Lachen in den Keller.“
Dann wird es im Keller wenigstens heller
und wir sparen uns das Licht –
verkehrt ist dies bei diesen Strompreisen nicht.
Morgen ist ein neuer Tag.
Vielleicht mag
Gott dann gnädig sein
und holt das Unglück zu sich heim.