Frühjahrsmüdigkeit

Heute bin ich den ganzen Tag müd‘.

Nichts nützte, auch kein Kaffee, frisch gebrüht.

Weder Brez’n, noch Hörnla mit Marmelad‘.

Nur gedanklich schaffte ich den Spagat,

zwischen Schlaf-und Wachperioden

mich auszutoben.

Hatte lieben Besuch

und genug

feinsinnige Unterhaltung,

eine gute Gestaltung

meiner Nachmittagstunden

und nun schreibe ich in den Abendstunden.

Was wollte ich eigentlich sagen?

Heute kann ich meinen Gedanken hinterherjagen.

Sie rasen so schnell vorbei,

ich nehme ein Lasso und fange sie ein.

Oder baue Löwengruben,

da stolpern sie hinein, wie böse Buben

und ich hole sie dann ans Licht,

erinnere sie an ihre Pflicht,

dass sie an mich gebunden,

für die nächsten Stunden.

Höre ich da ein Kichern?

Sie sind doch nicht beschickert,

nach einem Gläschen Sekt –

dies ist nicht nett.

Nun ja, Gedanken belieben zu scherzen –

ich werd’s verschmerzen.

Frohe Ostern

Dem Osterhasen seine Ohren,

wären ohne Mütze fast erfroren.

Ich habe ihm mit Tee gelockt.

Als Dank hat er ein Ei gekocht.

Ein Straußenei hatt‘ er parat.

Er machte daraus Eiersalat.

Mit Schnittlauch, Gurke, Chinakohl

und Salatsoße schmeckt es wohl.

Guten Appetit und vielen Dank.

Mein Teller ist nun wieder blank.

Der Hase lieh sich meine Mütze.

Froh hüpft er durch jede Pfütze.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Osterfest.

Ein buntes Nest

mit Hoffnung und Frieden.

Lassen Sie unnötige Arbeit liegen

und genießen Sie Ruhe und Zufriedenheit,

allein, mit Familie oder zu Zweit.

Laut oder leise

Es ertönt Musik, schöne

leise Töne.

Erstaunlich was ein Wecker so kann.

Musik jeden Abend, um dann

mir zu sagen:

Du darfst dich in dein Bettchen wagen.

Manchmal gebe ich ihm recht.

Früher Schlaf ist ja nicht schlecht.

Vor Mitternacht ins Kissen wanken,

bedeutet eine Stunde Kraft mehr tanken.

Nur täglich

scheitere ich damit kläglich.

In der Woche klappt es ein – zweimal,

dann kichere ich vor Freude wie ein Schakal.

Kichere natürlich leise,

laute Töne schicke ich nicht auf die Reise

durch Zeit und Raum –

Stille schon immer mein Traum.

Ja, ich liebe die Stille, sie spendet mir Kraft.

In Stille habe ich so einiges geschafft.

Mit Stille bin ich nie allein.

Stille, meine Freundin daheim.

Mein Wasser im Glas ist still, wie ein See.

Still fällt der Schnee.

Und so bemerke ich, dass Stille nie still ist.

Still zogen die Wolken vorbei.

Die Sterne kamen still herbei.

Der Mond zieht still seine Bahn.

Es fliegt still herbei der Schwan.

Still fliegt der Blütenstaub.

Auf den Frühling freu‘ ich mich auch.

Eine Einsprechübung

Der Traum

braucht Raum.

Hat der Mond einen Mund

zur Stund?

„Es ist zum Heulen,“

flüstern die Eulen,

„der Wald

ist alt.“

Dort liegen Pferde

auf der Erde.

In dieser Welt

liegt im Feld

ein Schwein

umhüllt von Mondenschein.

Über das Dach

springt der Bach.

Im gläsernen Turm

wohnt ein Wurm.

Es rinnt der Sand

wie Zeit aus der Hand.

Der Wein im Glas

schimmert wie flüssiges Gas.

Reicht mir Küsse

in der Küche

mit Brot

und Wangenrot.

„Allmächd,“

ruft der Hecht.

Die Sau

schreit: „Da schau!

Im Saal liegt ein Aal

mit Schal.“

Das stöhnt der Aal:

„Diese Hitze eine Qual.“

Und der Igel

steht vor dem Spiegel:

„Mit etwas Mehl

bin ich vielleicht ein Kamel.“

Die Laus

schreit: „Aus!

Alles gut,

vorbei die Dichterglut.“

Es hustet der Aal:

„Wiederhole noch mal.“