Meine Seele reist langsam…

Meine Seele reist langsam, nicht nicht mehr mit dieser Zeit,

in der heutzutage nur noch Hektik bleibt.

Schnell hierhin,

schnell dorthin,

schnell kauf‘ ein, nimm das noch mit.

Schnell lerne dies heute, dann bist du fit,

für die nächsten Stunden im Internet,

diesen unsichtbaren „Raum“,

Überlebenschancen habe ich dort kaum.

Das kann für mich niemals eine Begegnungsstätte sein,

ich sitze doch vor einem Bildschirm ganz allein.

Ich geh nach draußen, geh gern zu Fuß.

Schreibe Freunden einen Abschiedsgruß.

Grüße die Leute auf den Straßen.

Singe und tanze durch die Gassen.

Kaufe im Laden um die Ecke.

Ja ich bin langsam, wie eine Schnecke.

So spür‘ ich das Leben,

es hat mir viel zu geben.


Mit Muscheln kuscheln

Der Wind weht, die Buchstaben fliegen.

Das Einfangen darf ich noch etwas üben.

Es zieht auf ein Sturmtief,

vor Neugierde steht der Leuchtturm schief.

Kommt mit zum Strand.

Hier fliegt der Sand.

„Korrekt

sitzt das Korsett,“

sagt die Krabbe und tippelt hin

zum Trampolin.

Die Möwen segeln.

Fischlein kegeln.

Die Wattgeister singen.

Wo Muscheln

kuscheln

und der Plattfisch lacht…

ich wünsche Ihnen allen eine gute Nacht.

Mein Gehirn nun leer,

dafür liegt hier ein Zettel mehr.

Von der Sonne verschönt

Leise verschwand die Sonne am Horizont,

wo seit Tagen keine Wolke wohnt.

Das kann sich ändern, vielleicht schon morgen.

Schon rüttelt an den Sorgen

der Wetterbericht,

der von Unwettern spricht.

Ach, das waren noch Zeiten,

als man in unseren Breiten,

mit „Tiroler Nußöl“ eingecremt

und sich „oben ohne“ unverschämt,

im Freibad auf die Wiese legte

und seine Sonnenbräune pflegte.

Egal was ich tat, mein Braun war fleckig

und ich sah ziemlich scheckig

aus –

mit einem Wort, ein Augenschmaus!

Sonnenstrahlen

Leise, ganz leise kam herbei

ein sonniger Mai.

Nach diesem Einerlei, auch Winter genannt,

bin ich gespannt,

wie lange die Wärme andauernd

bis es wieder schauert,

denn ein Wolkenband steht schon bereit.

Ob es dann regnet oder schneit

wissen wir in ein paar Tagen,

mehr kann der Wetterfrosch dazu noch nicht sagen.

Ja, es rinnt schon etwas Schweiß.

Manche jammern schon: „Zu heiß, zu heiß.“

Und wenn es regnet: „Zu nass, zu nass.“

Petrus hat seinen Riesenspaß,

wenn er am Wetterrädchen dreht

bis es am Anschlag steht.

Die Sonne scheint, das Vöglein fliegt,

freut Euch und singt ein Lied…