Eine Einsprechübung

Der Traum

braucht Raum.

Hat der Mond einen Mund

zur Stund?

„Es ist zum Heulen,“

flüstern die Eulen,

„der Wald

ist alt.“

Dort liegen Pferde

auf der Erde.

In dieser Welt

liegt im Feld

ein Schwein

umhüllt von Mondenschein.

Über das Dach

springt der Bach.

Im gläsernen Turm

wohnt ein Wurm.

Es rinnt der Sand

wie Zeit aus der Hand.

Der Wein im Glas

schimmert wie flüssiges Gas.

Reicht mir Küsse

in der Küche

mit Brot

und Wangenrot.

„Allmächd,“

ruft der Hecht.

Die Sau

schreit: „Da schau!

Im Saal liegt ein Aal

mit Schal.“

Das stöhnt der Aal:

„Diese Hitze eine Qual.“

Und der Igel

steht vor dem Spiegel:

„Mit etwas Mehl

bin ich vielleicht ein Kamel.“

Die Laus

schreit: „Aus!

Alles gut,

vorbei die Dichterglut.“

Es hustet der Aal:

„Wiederhole noch mal.“

Die Spielkonsole

Die Spielsucht zog unter mir ein.

Darf es etwas lautes Geballer sein?

Ich liege im Kreuzfeuer ihrer Spielkanonen.

Mit lautem Geschrei sie sich belohnen.

Ja so eine Spielkonsole,

ist nicht zu des Nachbars Wohle

erdacht,

schon gar nicht mitten in der Nacht.

Es ist 30 Minuten vor der Mitternachtsstunde.

Hört ihr Nachbarn der Eltern Kunde:

„Das sind Kinder die spielen, da könn‘ wir nichts machen.

Teenager haben so selten was zum Lachen.“

So wird bei Klagen argumentiert,

dies ist so passiert.

Nun ja, sollen sie sich doch die „Köppe“ einschlagen.

Doch halt, dann werden die Mütter wehklagen.

Egal wie man es wendet und dreht,

es immer falsch herum steht.

Bald schlaf ich am Schreibtisch ein.

Das Geballer wird mein Wiegenlied sein.

Naja, wenigstens fliegen die Airlines über mich hinweg.

Sie ziehen ihre Maschinen hoch in die Lüfte über meinem Bett.

In ihrem Sog, die Träume aufgeschreckt

und diese landen dann in meinem Bett – perfekt.

Nun wird des Nachbars Ton etwas rauer.

Der Teenager mal wieder schlauer

und muss dies am Handy verkünden…

Am besten nun ins Traumland verschwinden.

Nur nicht aufregen…

Ein Unglück kommt selten allein,

auch das Unglück möchte nicht einsam sein.

Es sitzt bei mir auf dem Sofa bequem,

auch wenn mir dies nicht angenehm.

Ist so ein Fall einmal eingetreten,

einfach weiterleben,

als wäre nichts geschehen

und freundlich an ihm vorbei gehen.

Ich versuche, das Beste daraus zu machen.

Am besten laut darüber lachen,

denn, wenn lustig die Situation empfunden,

ist das Unglück fast schon verschwunden

oder wenigstens nicht mehr so eingetrübt.

Also vor den Spiegel gestellt und Lachen geübt.

Natürlich sagt ihr: „Du bist gut.“

Aber besser als gut, ist „ruhig Blut“.

Wenn ich mich aufrege, geht es nicht weg.

Es bleibt kleben, wie in der Hose ein Fettfleck.

So mache ich mir das Glück selbst.

Habe mir im Internet kistenweise Lachen bestellt

und packe aus, wenn die Post es gebracht,

bis dahin wird nur versteckt gelacht.

Man sagt: „Der Franke geht zum Lachen in den Keller.“

Dann wird es im Keller wenigstens heller

und wir sparen uns das Licht –

verkehrt ist dies bei diesen Strompreisen nicht.

Morgen ist ein neuer Tag.

Vielleicht mag

Gott dann gnädig sein

und holt das Unglück zu sich heim.

Meine Freiheit

Ist einfach nur Schreiben, ohne Ziel.

Das Ergebnis ist oft mehr, als ich will.

Zwanglos, ist nicht gleich wahllos.

Aber auch nicht geziehlt

mit Worten gespielt.

Es ist Freude am Schreiben.

Mit einem Lächeln die Worte begleiten.

Mit Musik den Bleistift schwingen.

Nicht mit den Worten ringen,

sondern sie fließen lassen,

einfach um mich selbst zu bespaßen.

Ich niese in mein Taschentuch.

Habe ich schon vom Schreiben genug?

Nein, solange ich klar denken

kann, wenden

meine Gedanken zu dem weißen Blatt,

Schreiben habe ich niemals satt.

So fülle ich Zeile um Zeile.

Verbringe gerne eine Weile

am Schreibtisch, mit gefüllter Teetasse

und lasse

den Abend ausklingen.

Leise Töne aus dem CD-Player.

Mal langsam, mal schneller

eine Trommel erklingt.

Ich kann immer hier sitzen.

Im Winter frieren, im Sommer schwitzen.

Mein Zimmer, meinPlatz,

draußen bleiben Unruhe und Hast.

Hier ist mein Ruhepol.

Hier fühle ich mich wohl.

Start in den Frühling

Leise sind über Nacht

Schneeglöckchen aufgewacht .

Mag der Winter sich noch festkrallen,

die Sektkorken knallen

beim Start in den Frühling

und wir tanzen mittendrin.

Lausche hinaus in die Natur,

finde darin Freude nur.

Höre das Gras wachsen und Flöhe husten.

Fühle, wenn Engel Kerzen auspusten.

Spüre, wenn Schmetterlinge Panik verbreiten,

kann ihnen dann zu Hilfe eilen.

Lausche der Melodie der Regentropfen

und Schneeflocken, die zart an mein Fenster klopfen.

Von der Stille und ihren lautlosen Tönen,

lasse ich mich zu jeder Zeit gerne verwöhnen.