Über „Nichts“ schreiben

Nichts lieber als das.

Nichts bereitet mir größeren Spaß.

Das „Nichts“ kann doch alles sein.

Große und kleine Texte fein.

Mit Nichts gewürzt, nur hier und da ein Punkt –

sparsam gesetzt, nicht gleich ein Pfund.

Gelegentlich ein Komma da und dort,

schon sind sie wieder fort.

Nichts lässt mich in Stich –

auch nicht der Bindestrich.

Es ist eigentlich nichts geworden.

das „Nichts“ wirft heute nicht mit Torten.

Nichts in den Tassen, nicht einmal Kaffee.

Nichts fällt aus den Wolken, weder Regen noch Schnee.

Mein Reißwolf wird mit „Nichts“ gefüttert,

auch wenn er freundlich darum bittet.

Im Haus nun still, nichts kann ich hören.

Nichts kann mich stören.

Mit „Nichts“ beende ich jetzt die Buchstabenschlacht,

Guten Morgen, einen schönen Tag oder gute Nacht.

Nicht immer fehlerfrei

„Weiß und Rosa,

Magnolien erblühen wie Prosa

auf einem leeren Blatt –

der Frühling findet statt.“

Vor 13 Jahren habe ich dies geschrieben.

Das Gedicht ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben.

Oft erzählt und bis heute fehlerfrei zitiert,

was bei anderen Gedichten nicht immer passiert.

Auch ich bin nur ein Mensch und fehlerhaft,

so mancher Fehler hat mich geschafft.

In meinen Texten die Fehler tanzen,

wie am Friedhof die Feuerwanzen.

Und seit die KI die Zeitung liest Korrektur,

wundere ich mich nur,

weil „Schusterjungen und Hurenkinder“ sich ausbreiten in ihr wie die Pest…

Meinen ehemaligen Chef gäb‘ dies den Rest

und vielleicht dreht er sich täglich um im Grabe

und zupft vergeblich an einer Grasnabe.

So ziehen die Wolken dahin,

ab und zu ist etwas nasse Überraschung darin.

Der April mit seinen warmen Socken,

mag nicht mehr hinterm Ofen hocken,

sondern im Park ein Liedchen singen,

soll ganz viel Freude bringen.

Die Magnolie wippt im Takt dazu.

Gute Nachtruh.

Frühjahrsmüdigkeit

Heute bin ich den ganzen Tag müd‘.

Nichts nützte, auch kein Kaffee, frisch gebrüht.

Weder Brez’n, noch Hörnla mit Marmelad‘.

Nur gedanklich schaffte ich den Spagat,

zwischen Schlaf-und Wachperioden

mich auszutoben.

Hatte lieben Besuch

und genug

feinsinnige Unterhaltung,

eine gute Gestaltung

meiner Nachmittagstunden

und nun schreibe ich in den Abendstunden.

Was wollte ich eigentlich sagen?

Heute kann ich meinen Gedanken hinterherjagen.

Sie rasen so schnell vorbei,

ich nehme ein Lasso und fange sie ein.

Oder baue Löwengruben,

da stolpern sie hinein, wie böse Buben

und ich hole sie dann ans Licht,

erinnere sie an ihre Pflicht,

dass sie an mich gebunden,

für die nächsten Stunden.

Höre ich da ein Kichern?

Sie sind doch nicht beschickert,

nach einem Gläschen Sekt –

dies ist nicht nett.

Nun ja, Gedanken belieben zu scherzen –

ich werd’s verschmerzen.

Frohe Ostern

Dem Osterhasen seine Ohren,

wären ohne Mütze fast erfroren.

Ich habe ihm mit Tee gelockt.

Als Dank hat er ein Ei gekocht.

Ein Straußenei hatt‘ er parat.

Er machte daraus Eiersalat.

Mit Schnittlauch, Gurke, Chinakohl

und Salatsoße schmeckt es wohl.

Guten Appetit und vielen Dank.

Mein Teller ist nun wieder blank.

Der Hase lieh sich meine Mütze.

Froh hüpft er durch jede Pfütze.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Osterfest.

Ein buntes Nest

mit Hoffnung und Frieden.

Lassen Sie unnötige Arbeit liegen

und genießen Sie Ruhe und Zufriedenheit,

allein, mit Familie oder zu Zweit.