Akropolis erwacht

Wir Fürther Bürger sonnten

uns heute im Rathaushof und tanzten.

Des Zazikis Duft

reinigte die heiße Luft.

Griechische Klänge rankten sich hoch in die Kastanienzweigen,

deren Blätter sich noch im Takte neigen.

Akropolis erwacht, Griechenland braucht heute keinen Strand,

die Tanzfläche in Rathaushof ist ohne Sand.

Gegrilltes und griechischer Wein!

Kommt alle, wir laden ein

zum Tanz im Sternenglanz.

„Sirtaki gibt’s genug, rief der Sänger in die Menge.

„Tanzt, tanzt, es gibt kein Gedränge.“

Der Hof wird immer voller.

Der Rhythmus des Sirtaki immer schneller, immer toller.

„Trinkt,

Freunde singt!“

Die ersten Tänzer sich hinaus wagen,

sie werden vom Rhythmus der Musik getragen

und von ihrer Ausdauer und dem Gleichgewicht

Und endlich habe ich freie Sicht auf die Tänzer, welche ausgelassen

nun meinen Text bespaßen.

Mein Stift flog über das Papier,

ich fand viel Freude hier.

 

Küchenlob

Für euren Kaiserschmarrn

gäb‘ ich meinen rechten Arm

und für euer Apfelmus,

noch dazu den linken Fuß.

Doch wie käm‘ ich dann hierher?

Würde euch vermissen sehr.

Behalte lieber meine Körperteile

und komm‘ zu euch noch eine Weile.

 

Den zarten Salat esse ich auch sehr gerne,

vergebe hierfür gleich fünf Sterne.

Auch für das Dressing, köstlich fein,

denn es schmeckt auch noch mit Brot allein.

Dazu noch einen Hähnchenspieß,

den ich mir fein munden ließ.

 

Auch ein anderes Gericht darf ich loben.

Kartoffelstäbchen mit Salz sacht‘ umwoben,

goldfarben schimmernd, duftend, innen weich.

Ihre zarte Kruste auch sogleich

im Munde sanft zerbricht-

mit Ketchup und Majo, auch ein Gedicht.

 

Elefantengeplauder

„Es gibt keinen Schaden“

sagt der Elefant im Porzellanladen,

„Wenn ich mich jetzt umdrehe

und wieder hinausgehe.“

Und so dreht er salopp

sich um im Galopp.

Er kann nichts dafür,

dass zu klein die Tür

und die Wege so eng:

„Klirr, klirr, schepper – Peng!“

„Vielen Dank für ihren Besuch.

Nun haben wir Scherben genug.

 

Am See

Wolken wie Riesenrochen

über den Himmel krochen.

Da sah ich ein Wiesel.

Es sprang über Kiesel.

Es schlüpfte ins Gras,

Ach was?

 

Das kleine Wiesel,

hüpfte zwischen Kiesel,

tanzte im Gras am See.

Ich flüsterte leise: „Ade.“

Vielleicht war es aber auch ein Otter.

Dann aber ein ganz flotter!

 

Von der Sonne verwöhnt

Laut oder leise

zwitschert die Meise:

„Süße Erdbeeren, von der Sonne verwöhnt!“

Als ich am Markt die Preise sah, habe ich kurz aufgestöhnt

und nur Erdbeeren mitgenommen.

Heute sind noch zwei Handvoll Kirschen dazugekommen.

In der Wochenmitte

kosten sie ein fast ein Drittel

mehr.

Wo nehmen sie bloß diese Preise her?

Wachsen sie im Gewächshaus mit

und gehen sie dann das kurze Wegstück

vom Knoblauchland zum Markt zu Fuß?

„Gott zum Gruß,“

rufen sie. „Wer hebt uns an?“

Und dann mästen sie den Preis und heften ihn an.

Die Erdbeeren haben schon puderrote Backen.

Sie schämen sich, der Preis sitzt ihnen im Nacken.

 

Sehe ich Erdbeeren,

kann ich mich kaum wehren

und bin wie hypnotisiert,

jedesmal mit Erdbeeren nach Haus spaziert.

Ich kaufe egal wo,

Erdbeeren machen mich froh

und leider auch manchmal meinen Geldbeutel leer.

Dies ist heutzutage gar nicht schwer.