… zu Regen zerronnen

Ganz plötzlich ist der Herbst gekommen.

Vorbei der Sommer, zu Regen zerronnen.

Graue Wolken hängen tief.

Gute Laune liegt nun schief.

Vorbei die Sandalenzeit,

wir suchen unser Winterkleid,

die warmen Hosen, den gefütterten Schuh

und den Wintermantel dazu.

Haben wir diesen nicht Ende Mai noch getragen?

Der Sommer war kurz, das kann ich euch sagen.

Viele hatten über die Hitze geklagt .

„Wäre es doch kühler,“ haben sie gesagt.

Und, sind sie nun zufrieden?

Sind sie es, die den Herbst lieben?

„Es ist kalt geworden, zu viel Regen, der Wind zu rau.“

Lieber Gott hilf mir, aus diesen Leuten werd‘ ich nicht schlau.

Wandern durch die Jahre

Im täglichen Alltagsgrau

weiß ich ganz genau,

dass Blumen nie verkehrt

und ein freundliches Wort Goldes wert.

Ich reise eigendlich nur noch in Gedanken.

Sie wanken

von hier nach dort,

von einem Sehnsuchtsort

zum anderen.

Das Leben ist ein Wandern

durch die Jahre.

Ich bewahre

mir mein Lachen.

Das Leben

hat immer Ecken

und Kanten.

Am Dadord

Blutspritzer im Treppenhaus.

Die Nachbarin schreit: „Oh Graus, oh Graus!“

Die Polizisten riefen: „Mord!“

Der Täter fort…

oder schon inhaftiert ?

Die Spusi inspiriert

das Haus von oben bis unten.

„Habt’s was g’fund’n?“

„Nur die Leich‘.“

„Klappe! Danke das reicht.“

Besonders schön und reizend

Im Rathaushof,

da war was los.

Leichte Muse in der Sommernacht,

mit „Mirandolina“ hab‘ ich den Abend verbracht.

Ein amüsantes Theaterstück,

leicht und locker, da lach‘ ich mit.

Gesellschaftskritik geschickt verpackt,

gelegentlich hab‘ ich nach Luft geschnappt

und spendete Applaus

bis es aus.

Heute war auf der Bühne eine besondere Schauspielergruppe.

Ein Schauspieler aus der Truppe

war erkrankt ,

man fand Ersatz, Gott sei Dank.

So spielte den Frauenfeind Cavaliere von Rippafratte

eine junge Frau, perfekt mit Sakko und ohne Krawatte.

Wie sie sich Mirandolinas Armen entwand,

erzeugte Gelächter, das lag auf der Hand.

Das Herz Mirandolinas der Kellner bekam,

er sie freudig in seine Arme nahm.

Der venezianische Komödiendichter Carlo Goldoni schrieb dieses Stück.

Es ist nach 271 Jahren noch immer zeitgemäß und chic.

Auf dem Heimweg hatte eine Eisdiele noch auf,

mit einem Eis fuhr ich zufrieden nach Haus.