Ganz viel Emotion

Reihum im Kreise,

laut oder leise,

mit Tiefgang,

im Kriechgang

und spät in der Nacht,

in der die FIFA lacht,

weil doch heuer

heimflog der Manuel Neuer

und die Mannschaft ,

mit neuer Kraft,

einen Trainer sucht.

Ist Klopp schon gebucht?

Und ein Torwart mit?

Denken wir fleißig, das hält uns fit.

Ja so ein Fußballspiel,

setzt ganz viel‘

Emotionen frei.

Dies ist vielen nicht einerlei.

„Wir wissen wo dein Auto steht!“

Hört mancher Schiri von früh bis spät.

Die Bengalos frisch gezündet,

vom Rauch der Schiri fast erblindet,

doch der Fan hat alles gesehen…

Manch‘ „Fair Play“ auf Wiedersehen.

Da kommt so manches Tor,

einem doch spanisch vor.

Und der große Gelbe

im Weißen-Haus-Gewölbe,

sitzt in der Baustelle im Bagger

und sammelt wacker

Dollarmünzen,

um wie Dagobert zu grinsen.

Doch auch dieser zeigt die rote Karte

und schreit: „Halt Donald, ich warte!“

Hab‘ mein Pulver nun verschossen.

Hoffentlich hab‘ ich was getroffen.

Sammle der Tore viel,

für mich heute kein Nachspiel.

Vor lauter Müßiggang

ging ich heut‘ der Nase lang

und bin nun müde, reichlich.

Nachbarn unten kegeln fleißig

und die Musik spielt dazu:

„Gute Nachtruh‘!“

Auch die Engel spielen Ball,

schießen Sterne ins Weltall .

Gott sagt dann: „Es werde Licht,

sonst sehe ich die Tore nicht.“

Manchmal sprachlos…

Wir sind keine Deppen, nur weil wir stottern.

Wir sind auch nicht faul und lassen unsere Sprache verlottern.

Wir sind genau das, was man als „Normal“ definiert.

Nur, dass „Sprache“ bei uns etwas langsamer und bewußter passiert.

Ich lasse mir beim Reden Zeit.

Spreche erst dann, wenn ich bereit

und dazu in der Lage bin.

In meinen Sätzen sind auch Kommata darin

und am Ende, ein Punkt. Damit man auch versteht,

über was ich spreche und red‘.

Ein zarter Hauch

Sitzen sie schon

draußen am Balkon?

Genießen sie etwas Kühle

in der Eisdiele

oder warten

sie auf ihr Getränk im Biergarten?

Spüren sie es auch,

es weht ein zarter Hauch

von kühler Luft.

Zupft

an unseren Ohren,

ganz ungerfroren.

Sanft umarmt uns eine kühle Brise.

Woher kommt sie, ist diese

Petrus ausgerissen?

Schüttelt Frau Holle ihre Sommerkissen

oder pfeift der Wind sich ein Liedchen

und kühlt sein Mütchen?

Stellen sie es sich vor,

ihr Ohr

wird es hören

das Pfeifen des Windes, ganz leise, um nicht zu stören.

Zu lange warteten wir auf diesen Sommer.

Ich dachte schon, es blieb ein frommer

Wunsch meinerseits.

Sanfter Wind trocknet uns den Schweiß.

Man reicht uns Punsch, gekühlt mit Eis

oder Eisbecher voll üppiger Früchte.

Iat dies nicht eine kühlende Geschichte?

Dazu vielleicht ein „Hopfentee“,

seine Schaumkrone wie Schnee

am Kilimandscharo.

Ich saß oft frierend an Sonnabendfeuer ,

so dass ich heuer

mich über Sonne freue.

Auch wenn dieser Sommer neue

Erfahrungen mit sich bringt…

Ich freue mich über Sonnentage wie ein Kind.

Meine Seele reist langsam…

Meine Seele reist langsam, nicht nicht mehr mit dieser Zeit,

in der heutzutage nur noch Hektik bleibt.

Schnell hierhin,

schnell dorthin,

schnell kauf‘ ein, nimm das noch mit.

Schnell lerne dies heute, dann bist du fit,

für die nächsten Stunden im Internet,

diesen unsichtbaren „Raum“,

Überlebenschancen habe ich dort kaum.

Das kann für mich niemals eine Begegnungsstätte sein,

ich sitze doch vor einem Bildschirm ganz allein.

Ich geh nach draußen, geh gern zu Fuß.

Schreibe Freunden einen Abschiedsgruß.

Grüße die Leute auf den Straßen.

Singe und tanze durch die Gassen.

Kaufe im Laden um die Ecke.

Ja ich bin langsam, wie eine Schnecke.

So spür‘ ich das Leben,

es hat mir viel zu geben.