Manchmal

Manchmal leider ich unter Schlamperitis.

Nicht, dass es täglich ist.

Doch wenn, ist sie mächtig

und sehr, sehr lästig.

Ich bin eigentlich eine faule Sau.

Ich weiß immer wo genau

meine Sachen sind.

Weil sie früher, als ich ein Kind,

in der Nacht verschwanden

und den Weg zu mir zurück, nicht mehr wiederfanden.

An das schöne Ding

blieb nur die Erinnerung

und der Satz:

„Wer seine Dinge liebt, der hebt sie auf.

Sonst verschwinden sie aus dem Haus.“

Ein Kleinod

Zwischen Freiheit und Stadtgrenze versteckt,

habe ich ein Kleinod entdeckt.

Still und unverschmutzt,

wie nur für mich herausgeputzt,

lud es mich ein Platz zu nehmen,

als hätte es mein Sehnen

nach Ruhe vernommen.

Eingesponnen in der Ruhe Silberfaden,

lies ich meine Seele in ihren Blumenrabatten baden.

Meine Augen ruhten sich an reich verzierten Häuserfassaden aus

und meine Hände brachten Zeichnungen davon mit nach Haus.

Wenn eines Tages städtische Arbeiter anrücken,

wird dies mich nicht entzücken.

Sie bringen nur Unruhe, Stein und Beton,

wer will dies schon.

Freizeitfreuden

Aufgepackt mit Kind und Kegel,

unterm Arm ein Sonnensegel,

auf dem Rücken festgeschnallt der Grill,

seine Stirnfalten sagen aus: Ich will!

In der Tasche feinen gekühlten Salat

und genügend Steaks parat.

Bratwürste reichlich in vielen Sorten,

Kuchen, Limonaden und Eistorten.

Und natürlich Bier.

Grillen! Dafür sind wir hier.

Tisch und Stühle oder Decken,

ein Gebüsch, um zu verstecken,

menschliche Bedürfnisse,

Klopapier und üppig Pisse.

Ein jeder Park auch ein Pissoir –

dafür ist er da.

Und was vom Grillen übrigbleibt,

überall dann liegenbleibt.

In Gebüschen und auch Wiesen,

Plastiktüten danach sprießen.

Holzkohle die Wiese schwärzt –

für die Natur haben wir ein großes Herz.

Muntermacher

Zum Frühstück einen Schüttelreim.

Da werd‘ ich danach munter sein.

Dazu Butterbrot, Apfel und Kaffee.

Am Morgen schreiben, für mich schee‘.

Bin heute Morgen nicht zu stoppen.

Kann von Silb‘ zu Silbe hoppen

und sammle, wie ein Spielerstein ,

Worte und Sätze wie Punkte ein.

Habe ich dann Worte genug ,

schreib‘ ich sie ins Tagebuch.

Rot-und Rosafarben

Betörend der Duft der Rosenblüten,

um ihre Schönheit ranken sich Mythen.

In Fürth ranken sich Rosenstöcke,

hoch an städtische Häuserblöcke.

In allen Rot-und Rosatönen,

sie unsere Augen verwöhnen.

Im Sommer übertönt ihr Duft die Gullikloaken.

Jederzeit würde ich einen Stadtbesuch wagen.