Frühjahrsmüdigkeit

Heute bin ich den ganzen Tag müd‘.

Nichts nützte, auch kein Kaffee, frisch gebrüht.

Weder Brez’n, noch Hörnla mit Marmelad‘.

Nur gedanklich schaffte ich den Spagat,

zwischen Schlaf-und Wachperioden

mich auszutoben.

Hatte lieben Besuch

und genug

feinsinnige Unterhaltung,

eine gute Gestaltung

meiner Nachmittagstunden

und nun schreibe ich in den Abendstunden.

Was wollte ich eigentlich sagen?

Heute kann ich meinen Gedanken hinterherjagen.

Sie rasen so schnell vorbei,

ich nehme ein Lasso und fange sie ein.

Oder baue Löwengruben,

da stolpern sie hinein, wie böse Buben

und ich hole sie dann ans Licht,

erinnere sie an ihre Pflicht,

dass sie an mich gebunden,

für die nächsten Stunden.

Höre ich da ein Kichern?

Sie sind doch nicht beschickert,

nach einem Gläschen Sekt –

dies ist nicht nett.

Nun ja, Gedanken belieben zu scherzen –

ich werd’s verschmerzen.

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