Heute fàllt mir gar nichts ein.
Sitze mit meinen Schutzengeln hier allein.
Von den kleinen Engeln hab‘ ich vier.
Einer trinkt gerade von meinem Bier.
Er ist der Erste, nennt sich „Mmpf“,
ist Schotte und hat ein Loch im Strumpf.
„Kalimera“ ist griechischer Abstammung,
friert ständig und liegt auf der Heizung herum.
„Konfuzius“, ein chinesischer Schriftgelehrter,
spitzt täglich meine Bleistifte an und seine Feder.
Nummer Vier fällt gänzlich aus dem Rahmen,
denn Engelchen Mareile ist eine Dame.
Eine Brieffreundin schickte sie zu mir,
seitdem belebt sie mit das Papier.
Über allem wacht ein großer Seraphin,
ein Flügel fehlt ihm.
Jeder von ihnen hat einen eigenen Kopf.
Konfuzius trägt einen langen Zopf.
Zusammen halten sie mich auf Trab
und des Öfteren wird die Schokolade knapp.
Sie naschen gern,
erzählen von Reisen in Nah und Fern.
Schreib‘ ich im Café plündern sie die Kuchentheke,
bis ich sie schmatzend in meinen Rucksack fege.
Nun ja, an Phantasie ist bei mir kein Mangel
und auf meinen Schreibtisch immer riesengroßes Gerangel.
Manche Engel stehen für Menschen, welche mich begleiten.
Andere kamen aus fernen Weiten
und strandeten bei mir auf dem Papier…
Und klingt manchmal der Text ein bisschen fad,
dann ist es wenigstens ein gut gemischter Buchstabensalat.